Newsarchiv Juni 2008


Juni 2008 26 Kw
Kalilauge / Pottasche

Ein Lieferant hat nur die Preise für Juli rausgelegt. Dieses Vorgehen ist unüblich, da von dort sonst immer Quartalspreise abgegeben wurden.

In Frankfurt finden am 24.06.2008 die Gespräche mit dem Salzlieferanten statt.

Verfügbarkeit: Kalilauge ist knapp und wird dies auch die nächsten Monate bleiben. Der Grund dafür ist in der Pottasche - sh. nächster Punkt - und beim Salz zu sehen. Da immer noch die KaCL-Mine in Kanada steht, ist der Rohstoff knapp. Und alle Salzlieferanten liefern aktuell nur die vertraglich festgelegten Mindestmengen, weil es ja dann später viel mehr Geld dafür gibt.

Pottasche: Hier hat vor ca. 1 Monat ein russischer Produzent im Ural mit einer Kapazität von 60-80 tt überraschend einen kapitalen Schaden erlitten und die Produktion wird wohl noch 2-3 Wochen stehen.

Jetzt kommt der ganze Bedarf natürlich auch auf unseren Hauptlieferanten zu und zu allem Überfluss hat dieser die Abschlüsse für die Rosinenernte in der Türkei bekommen, so dass urplötzlich die Lieferzeit auf 2 Monate hochgeschnellt ist.

Man produziert dort natürlich jetzt verstärkt Pottasche, was wiederum zu Lasten von KOH flüssig geht. Die Auswirkung davon und die Niedrigmengen beim Salz sind, dass von 820 tons telquel täglich gerade mal 280 tons für den freien Verkauf übrig sind.

Sonstiges: Sollten uns die 2500 tt nicht reichen, haben wir parallel Gespräche mit anderen Lieferanten aufgenommen, welche noch nicht abgeschlossen sind.


Juni 2008 26 Kw
China schränkt Gefahrgütertransport ein

Wegen den anstehenden olympischen Sommerspielen in Peking (8. bis 24. August) hat China die Auflagen für Gefahrgütertransporte verschärft. Für viele hochtoxische Stoffe soll vorübergehend ein komplettes Einfuhr- und Transport-Embargo gelten. Erste Restriktionen wurden von Hafenbehörden und Logistikdienstleistern bereits in Kraft gesetzt. Es mangelt jedoch an einheitlichen und verbindlichen Informationen. "Fest steht, dass sich insbesondere die chemische Industrie auf deutliche Lieferengpässe vorbereiten muss", sagt BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt.

Die stärksten Restriktionen sind für die Periode zwischen dem 13. Juni und Ende August angesetzt. Laut derzeitiger Sachlage könnte es bis zum 1. Oktober dauern, bis sich die Lage gänzlich normalisiert. Für Gefahrgut der Klasse eins (IMO 1) gilt ein komplettes Ein-, Ausfuhr- und Transportverbot. Ebenso gilt das Embargo für ausgewählte Produkte der Gefahrklassen zwei bis neun, zum Beispiel Säuren, Ammoniumnitrat und Azeton.

Offiziell betroffen sind die Häfen in Ningbo, Shanghaï, Lianyungang, Qingdao, Xingang, Tianjin, Dalian und Shantou. Es wird erwartet, dass die Liste auf alle großen Seehäfen des Landes ausgeweitet wird. Auch für die Luftfracht gelten die Einschränkungen. Gefahrgüter, die während der Verbotsperiode in China ankommen, dürfen entweder nicht entladen werden oder müssen voraussichtlich bis Ende des Embargos zu hohen Kosten in speziellen Depots eingelagert werden.

Die bisherigen Angaben der lokalen Behörden sind bezüglich des Zeitrahmens und der verbotenen Stoffe nicht immer deckungsgleich. Entsprechend unterschiedlich fallen bislang die internen Restriktionen der Reedereien und Luftfrachtunternehmen aus. "Anstehende Gefahrguttransporte von und nach China müssen detailliert anhand des Einzelfalls mit den Logistikdienstleistern besprochen werden", rät Hildebrandt daher. Handelsorganisationen und ausländische Botschaften haben Chinas Zentralregierung aufgerufen, die temporären Regeln für Gefahrgüter schnell zu vereinheitlichen und offiziell zu verifizieren. Eine Mitte April vom Nationalen Sicherheitsbüro veröffentlichte Verbotsliste von 257 Chemikalien hatte China nach Kritik wieder zurückgezogen. Vertreter aus Politik, Industrie und Handel hatten die Liste als zu strikt und als Gefahr für die Chemiebranche bezeichnet. An Chinas Häfen werden jährlich Gefahrgüter in Milliardenwert umgeschlagen.

Quelle: http://www.bme.de/China-schraenkt-Gefahrguetertransport-ein.42014.0.html


Juni 2008 26 Kw
Dieselkostenzuschläge

Die Speditionen erhöhen aufgrund der über 17% gestiegenen Treibstoffkosten ihre Zuschläge. Somit wird hier eine weitere Runde der Preissteigerung eingeläutet.

Juni 2008 24 Kw
Zitronensäure / Trinatriumcitrat

Die Kommission der Europäischen Gemeinschaft hat mit VO Nr. 488/2008 vom
2 Juni 2008, einen vorläufigen Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Zitronensäure und Trinatriumcitrat mit Ursprung in der Volksrepublik China erlassen.

Die Höhe des Antidumpingzoll bewegt sich je nach Produzent zwischen 42,2 und 49,3 %. Die Preise sind nach Bekanntgabe sofort exorbitant gestiegen.

Europäische Produzenten haben ebenfalls die Preise angepasst. Hier kommt noch eine Verknappung hinzu. Die Lieferfähigkeit ist eingeschränkt, eine Bevorratung nicht möglich.


Juni 2008 24 Kw
Natronlauge - Vinnolit

Die Anlage der Vinnolit in Knapsack war letzte Woche zur Revision abgeschaltet und sollte übers Wochenende gestartet werden. Dies ist leider misslungen. Zusätzlich ist die Anlage in Gendorf nun für 2 Wochen für Wartungsarbeiten abgestellt. Aufgrund dieser Vorkommnisse muss Vinnolit leider Force Majeure melden ...

... am Vormittag des 8. Juni 2008 ereignete sich - aus noch ungeklärten
Gründen - in unserem Werk am Standort Knapsack im Chlorbetrieb eine Verpuffung. Die Chloranlage musste sofort abgeschaltet werden und ist seither nicht mehr betriebsfähig.

Eine vorläufige Schadensanalyse hat aber bereits ergeben, dass die Behebung der entstandenen Schäden voraussichtlich 8-10 Tage in Anspruch nehmen wird und es dadurch zu einer nicht vermeidbaren Unterbrechung unserer Produktionskette kommt.

Somit liegt eine Betriebsunterbrechung durch höhere Gewalt außerhalb unseres Einflussbereiches vor und wir sehen uns gezwungen, Force Majeure zu erklären.

Hierdurch ist unsere Lieferfähigkeit im Juni 2008 bei Chlor und Natronlauge erheblich reduziert. ...

Quelle: PENTA Ticker - Beate Harth-Franz - Aschaffenburg, 09.06.2008


Juni 2008 24 Kw
Aetznatron - LII und div.

Von Seiten LII wurde folgende Info bzw. Bitte an uns herangetragen:

Aufgrund der schweren Gewitter Ende Mai / Anfang juni im Rhein-Main-Gebiet hat auch die Elektrolyse-Anlage der LII leichten Schaden davon getragen.

Lieferzeiten haben sich mittlerweile von 2 wochen auf ca. 5 Wochen ausgeweitet.

Im Juni sind definitiv keinerlei Neulieferungen mehr möglich. Bestehende Aufträge werden selbstverständlich ausgeführt, allerdings kann es kurzfristig zu kleinen Verschiebungen kommen.

Die Preise für die Perlen explodieren aktuell ...

NEUAUFTRÄGE:
Bitte fragen Sie alle Bestellungen bzgl. Liefertermin und Preis vorab an. Strecken können derzeit nicht bedient werden. Kontinuierliche Abnehmer werden bevorzugt behandelt.

Quartalspreise sind momentan nicht möglich!


Juni 2008 24 Kw
Natronlauge - Bayer

Die Nachfrage nach Natronlauge übersteigt weiterhin die Liefermöglichkeiten. Bayer erhöht unsere Preise mit Wirkung zum 01. Juli 2008 um € 120,- per t (100%).

Bitte haben sie Verständnis, dass wir nur die mit Ihnen abgestimmten Mengen liefern können.


Juni 2008 23 Kw
Harnstoff

Wir müssen Sie leider informieren, dass uns die BASF im Juni keine Mengen mehr geben wird.

Yara hat ab dem 02.06.2008 bereits neue Zwischenpreise aufgegeben. SKW wird uns nur noch wenige Partien geben und wird nicht vor der 24 Kw liefern.


Juni 2008 23 Kw
Natronlauge

Es ist schon mehrmals darüber gesprochen worden, dass Natronlauge knapp werden soll. Bekanntlich wurde in der Vergangenheit eine solche Information immer gern mit einem Lächeln zur Kenntnis genommen.

Die aktuelle Situation stellt sich wie folgt da:
CFK kann seit einer Woche keine Natronlauge mehr liefern, voraussichtlich Anfang Juni wieder.
CHI Chemie kann voraussichtlich den ganzen Juni nicht liefern, Produktionsausfall/Wartungsarbeiten etc.
Gleichtzeitig wurde vom Vorlieferanten eine Preisanpassung von ca. 14.00 € K1 auf 100% angekündigt.
Bei Bayer und Solvay bekommen wir je Anbieter max. 1 Wagen pro Monat.

Neugeschäfte werden seitens der Produzenten grundsätzlich abgelehnt, Jahresabschlüsse werden sofern möglich erfüllt, Quartalsabschlüsse werden nicht mehr verlängert.


Juni 2008 23 Kw
Ammoniakwasser

In den zurückliegenden Monaten haben wir Sie wiederholt über die sehr volatile Preisentwicklung auf den internationalen Märkten für Ammoniak und Harnstoff informiert.

Preissprünge von über 100 USD bei Ammoniak im Januar und Harnstoff im April 2008 sind für uns klare Signale, dass man eher noch mit einer Zunahme der Preisschwankungen denn mit einer Beruhigung der Preisentwicklung bei unseren Stickstoffprodukten in Zukunft rechnen muss.

Wir müssen Ihnen mitteilen, dass wir uns deshalb veranlasst sehen, ab sofort nur noch für Spot-Lieferungen freibleibende Monatspreise - anstatt freibleibende Quartalspreise - für folgende Produkte zu offerieren:


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